Warum eine Kundenzeitung wirksamer sein kann als der nächste Social-Post
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Print gilt in vielen Unternehmen als überholt. Dabei schafft eine gut gemachte Kundenzeitung etwas, das im digitalen Nachrichtenstrom selten geworden ist: ungeteilte Aufmerksamkeit, nachvollziehbare Information und einen bleibenden Eindruck. Besonders für regionale Unternehmen, Gemeinden, Vereine und Branchenorganisationen kann das gedruckte Medium seine Stärken ausspielen. Entscheidend ist nicht Print oder Digital – sondern die richtige Verbindung beider Kanäle.
Eine Kundenzeitung ist mehr als Papier mit Unternehmensnachrichten. Sie ist ein bewusst gestaltetes Medienangebot: mit ausgewählten Themen, einer klaren Dramaturgie und Zeit zum Lesen. Genau darin liegt ihr Wert.
Eine aktuelle Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse zeigt, dass Zeitungen und Zeitschriften in Österreich besonders aufmerksam genutzt werden: 50 Prozent der Befragten geben an, Print ihre ungeteilte Aufmerksamkeit zu widmen. 63 Prozent lesen ohne ein weiteres digitales Gerät parallel. Entsprechend gut bleiben die Inhalte im Gedächtnis: 61 Prozent können sich an Printinhalte sehr gut erinnern.
Auch Kundenmagazine werden gelesen. Eine repräsentative Studie des Content Marketing Forums und des Forschungsinstituts Scion kam für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige Schweiz zum Ergebnis, dass 89 Prozent der Befragten gedruckte Kundenmagazine lesen. „Print zwingt niemanden zum schnellen Weiterklicken. Eine gute Kundenzeitung gibt Menschen die Möglichkeit, ein Thema in Ruhe zu verstehen – und genau daraus entsteht Vertrauen“, so Clemens Jager, Geschäftsinhaber von JAGER PR.
Eine gute Kundenzeitung gibt Menschen die Möglichkeit, ein Thema in Ruhe zu verstehen – und genau daraus entsteht Vertrauen.
Clemens Jager
Wo Print besonders gut funktioniert
In Unternehmen und im B2B-Bereich ist Print ideal für erklärungsbedürftige Themen. Ein Kundenmagazin kann Fachwissen, Praxisbeispiele und Einblicke in die Arbeitsweise eines Unternehmens verbinden – und so Kompetenz zeigen, ohne wie eine Verkaufsbroschüre zu wirken. Gerade bei Investitionsentscheidungen, komplexen Dienstleistungen oder langen Kundenbeziehungen schafft ein gedrucktes Format Orientierung und bleibt als Nachschlagewerk verfügbar. Für kleine und mittlere Unternehmen ist es zudem eine Möglichkeit, die eigene Expertise sichtbar zu machen, auch wenn im Tagesgeschäft wenig Zeit für laufende Kommunikation bleibt. So wird das Magazin zum Gesprächsanlass für Vertrieb, Beratung und persönliche Kundenkontakte.
In der internen Kommunikation kann eine Mitarbeiterzeitung Zusammenhänge erklären, Erfolge sichtbar machen und Kolleginnen und Kollegen zu Wort kommen lassen. Sie erreicht auch jene, die nicht permanent am Bildschirm arbeiten. Ein gedrucktes Format im Pausenraum oder per Post hat zudem eine andere Verbindlichkeit als eine weitere Nachricht im übervollen Intranet.
Für öffentliche Institutionen wieGemeinden eignet sich Print, wenn Informationen möglichst viele Menschen erreichen sollen: etwa zu Bauprojekten, lokalen Angeboten, Veranstaltungen oder Beteiligungsmöglichkeiten. Eine verständlich redigierte Gemeindebroschüre kann im Haushalt bleiben und wird oft auch von Personen genutzt, die digitale Kanäle nur eingeschränkt verwenden.
Vereine und Verbände können mit einem Magazin ihre Gemeinschaft stärken. Ein Rückblick mit persönlichen Geschichten, Terminen und Porträts macht Engagement sichtbar und erleichtert die Bindung von Mitgliedern, Sponsoren und Interessierten.
Ein Kundenmagazin verbindet Fachwissen, Praxisbeispiele und Einblicke in die Arbeitsweise eines Unternehmens – und so Kompetenz zeigen, ohne wie eine Verkaufsbroschüre zu wirken.
Was eine gute Kundenzeitung ausmacht
Eine wirksame Kundenzeitung beginnt nicht mit dem Layout, sondern mit einer redaktionellen Frage: Was ist für die Leserinnen und Leser relevant?
Daraus folgen vier Qualitätsmerkmale:
Nutzwert statt Eigenlob: Ratgeber, Einordnung und konkrete Beispiele stehen im Mittelpunkt.
Menschen statt Produktlisten: Mitarbeitende, Kunden, Partner und regionale Akteure machen Inhalte glaubwürdig.
Redaktionelle Auswahl: Wenige starke Geschichten wirken besser als viele kurze Unternehmensmeldungen.
Professionelle Umsetzung: Gute Texte, passende Fotos, klare Seitengestaltung und ein verlässlicher Erscheinungstermin bilden eine Einheit.
Ein Praxisbeispiel: Ein regionaler Installationsbetrieb könnte in einer Ausgabe erklären, wie Gemeinden Heizsysteme zukunftssicher planen, einen Kunden über die Umsetzung berichten lassen und im Serviceteil drei konkrete Spartipps geben. Das Unternehmen zeigt Kompetenz – aber der Leser/die Leserin erhält zuerst eine brauchbare Information.
Print und Digital sinnvoll verzahnen
Die gedruckte Ausgabe endet nicht im Briefkasten. QR-Codes können zu einem ausführlichen Webbeitrag, einem kurzen Erklärvideo, einer Anmeldung oder einem Download führen. Social Media-Posts greifen einzelne Geschichten auf, der Newsletter erinnert an die Ausgabe und eine eigene Landingpage misst, welche Inhalte tatsächlich Interesse auslösen.
Wichtig ist dabei eine klare Rollenverteilung: Print schafft Vertrauen und vertieft Themen. Digital aktualisiert, verlängert die Reichweite und ermöglicht direkte Reaktionen.JAGER PR setzt deshalb auf einen abgestimmten Mix aus Print, Website und Social Media – von der Themenplanung über Redaktion und Gestaltung bis zur Veröffentlichung.
Fazit: Das richtige Medium ist nicht immer das schnellste
Print ist nicht automatisch die beste Lösung. Für kurzfristige Hinweise oder laufende Updates sind digitale Kanäle überlegen. Wenn es jedoch um Vertrauen, Orientierung, regionale Nähe und längerfristige Kundenbindung geht, kann eine Kundenzeitung das wirksamere Medium sein. „Die Frage lautet nicht, ob Print altmodisch ist. Die Frage lautet, ob der Inhalt relevant genug ist, dass Menschen ihn behalten möchten. Wenn das gelingt, wird aus einer Broschüre ein eigenes Unternehmensmedium“, betont Jager.